Überallfernsehen - Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

DVB-T allgemein

Was ist DVB-T?

DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial) ist das digitale Antennenfernsehen. Es ist wie DVB-S für die digitale Satellitenübertragung und DVB-C für die digitale Kabelübertragung ein internationaler Übertragungsstandard für das digitale Fernsehen. 

Warum wurde DVB-T eingeführt?

Um das Antennenfernsehen als dritten Empfangsweg neben Kabel und Satellit zu erhalten, bedurfte es der Modernisierung, also der Digitalisierung.

Warum wird DVB-T eigentlich „ÜberallFernsehen“ genannt?

Der Begriff steht für die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von DVB-T. Neben dem stationären Empfang mit einer Dachantenne genügt in vielen Fällen eine einfache Zimmerantenne, um unabhängig von einer Anschlussdose oder einer Verkabelung portabel und/oder mobil die DVB-T-Angebote empfangen zu können: in der Wohnung, im Garten, unterwegs – eben „überall“, abhängig von der jeweils individuellen Empfangssituation.

Lohnte sich die Modernisierung des Antennenfernsehens überhaupt für so einen kleinen Anteil „Antennengucker“?

Die Modernisierung der terrestrischen Übertragungstechnik war notwendig, um das Antennenfernsehen als dritten Übertragungsweg neben Kabel und Satellit zu erhalten, die Komplementarität der Übertragungswege zu sichern und auch solchen Haushalten ein umfangreiches Programmangebot anbieten zu können, die Kabel oder Satellit nicht nutzen können, sowie um die Wirtschaftlichkeit dieses Übertragungswegs zu gewährleisten. Außerdem eröffnet DVB-T für alle Fernsehzuschauer neue portable und mobile Nutzungsmöglichkeiten. 

Wurde DVB-T in ganz Deutschland eingeführt?

Ja. Im Jahr 2002 begann die Einführung von DVB-T in Deutschland, und zwar in Berlin-Brandenburg. Am 25. November 2008 war der Sendernetzaufbau abgeschlossen. Hier und dort wird es noch zu Netzoptimierungen kommen.

Gibt es DVB-T nur in Deutschland?

Nein. DVB-T ist ein internationaler Standard, der bereits weltweit im Einsatz ist. So zum Beispiel in Großbritannien, in Skandinavien, in den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Australien, Singapur, Indien und Südafrika. Es wird also in der Zukunft zumindest in Europa nur noch ein einheitliches terrestrisches Fernsehsystem geben.

Wie sieht in Deutschland die Zukunft der Terrestrik aus?

Die ARD strebt den Erhalt der terrestrischen Fernsehausstrahlung an. DVB-T (Digitales Antennen-Fernsehen) ist wesentlich für die universelle Verfügbarkeit und freie Empfangbarkeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkinhalte. Ein künftiges Nachfolgesystem für DVB-T muss als Hybridsystem mit besonderer Eignung sowohl für den portablen als auch den mobilen Empfang ausgelegt sein. Für die lineare Verbreitung über DVB-T2 soll eine HD-Bildqualität ermöglicht werden, um die technische Entwicklung angemessen zu berücksichtigen und die Marktfähigkeit zu sichern. Nicht lineare Angebote sollen über IP-Übertragungsnetze wie zum Beispiel WLAN oder Mobilfunk verbreitet werden. Insgesamt ist für den Markterfolg auch die Verfügbarkeit privater Programme in der Terrestrik zwingend erforderlich. Deshalb ist die ARD gespannt, wie sich die privaten Rundfunkanbieter dazu positionieren. Die Programme der ARD sollen auch zukünftig unverschlüsselt übertragen werden. Aufgrund der Verträge für das bestehende DVB-T-Sendernetz und der in der Vergangenheit geleisteten Investitionen kommt ein Einstieg der ARD in DVB-T2 frühestens im Zeitraum 2016-2018 in Betracht. Der damit verbundene Übergang von DVB-T nach DVB-T2 ist mit dem Ziel einer Kostenersparnis verbunden. Der mittel- und langfristige Frequenzbedarf der ARD ist für DVB-T2 der gleiche wie schon jetzt für DVB-T - nicht mehr aber auch nicht weniger. Im Rahmen der Weltfunkkonferenz 2015 (World Radiocommunication Conference 2015) soll das sogenannte 700 MHz-Band dem Mobilfunk co-primär zugewiesen werden - ein Frequenzbereich, der für das terrestrische Fernsehen genutzt wird und rund ein Drittel der verbliebenen DVB-T Frequenzen ausmacht.

An wen kann ich mich bei Störungen - z.B. durch LTE - wenden?

Immer öfter beklagen Zuschauerinnen und Zuschauer, die DVB-T nutzen Empfangsstörungen. Möglicherweise werden diese Störungen durch den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) hervorgerufen.
Für die Meldung und Beseitigung solcher - und anderer - Störungen hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) eine Telefonhotline unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 0 48 21 89 55 55 eingerichtet. Diese Servicerufnummer ist 24 Stunden am Tag erreichbar. Per Email ist die BNetzA erreichbar unter funkstoerung@bnetza.de.