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Nachfolgestandard für DVB-T angekündigt

13 Jahre nach der Einführung des digitalen Antennenfernsehens – DVB-T – haben die deutschen TV-Veranstalter den Nachfolgestandard angekündigt. DVB-T2 HD bieten viele Vorteile und ermöglicht zukünftig auch über Antennefernsehen den HDTV-Empfang, zudem gibt es eine größere Programmvielfalt und einen verbesserten mobilen Empfang. Die Umstellung auf den neuen Übertragungsstandard beginnt im Frühjahr 2017 in den Ballungszentren. Bis Mitte 2019 folgen dann sukzessive die weiteren Regionen zeitlich abgestuft.

Allgemeine Fragen zur DVB-T2-Umstellung in Deutschland

Was ist DVB-T2HD?

Die deutschen TV-Veranstalter haben unter dem Label „DVB-T2 HD“ eine senderübergreifende Initiative zur kommunikativen Begleitung der bevorstehenden Änderungen in der digital-terrestrischen Verbreitung (DVB-T) ins Leben gerufen. DVB-T2 HD ist eine Initiative von ARD, den Medienanstalten, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat.1 Media AG, VPRT und ZDF.

Als Orientierungshilfe für Zuschauerinnen und Zuschauer beim Kauf von Endgeräten hat die gemeinsame Initiative ein Logo unter dem gleichlautenden Namen „DVB-T2 HD“ geschaffen. Es signalisiert, welche Geräte künftig uneingeschränkt kompatibel zu den neuen in Deutschland eingesetzten Standards sind. Endgeräte die dieses Logo tragen, können zukünftig alle Programme der ARD - die über DVB-T2 im jeweiligen Sendegebiet übertragen werden - darstellen.

Beteiligt sich die ARD an der Umstellung auf DVB-T2 und warum?

DVB-T2 ermöglicht auch über Fernsehterrestrik den HDTV-Empfang, zudem gibt es eine größere Programmvielfalt und einen verbesserten mobilen Empfang. Die ARD plant daher in mehreren Schritten, beginnend ab dem Jahr 2017, auf DVB-T2 umzusteigen. Der Umstieg soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Darin sieht die ARD den richtigen Entwicklungsschritt, um die Fernsehterrestrik auch in Zukunft zu sichern. Von der Umstellung auf DVB-T2 werden alle Programme der ARD – Das Erste, die Dritten Programme, die Digitalprogramme sowie die Partnerprogramme,  betroffen sein.

Was ist der Unterschied zwischen DVB-T und DVB-T2?

Bei DVB-T2 handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Übertragungsstandards DVB-T, durch den deutlich höhere Datenraten je Multiplex bei einer vergleichbaren Versorgung erreicht werden können.

Diese gewonnene Datenrate soll in Deutschland dazu genutzt werden, die Programmvielfalt zu erhöhen. Zusätzlich ermöglicht es die Verwendung des hocheffizienten Kompressionsverfahrens HEVC/H.265, Programminhalte in HD-Qualität zu übertragen.

Welche Auswirkungen hat der Wegfall des 700 MHz-Bandes auf die digital-terrestrische Rundfunkverbreitung?

Durch den Wegfall des 700 MHz-Bandes (Kanäle 49 – 60) verbleiben für den digital-terrestrischen Rundfunk nur noch die Kanäle 21 – 48. Dies erfordert eine aufwändige Umplanung der Frequenzen, die bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Frequenzwechseln führen wird. Diese sollen möglichst im Zuge der DVB-T2-Umstellung erfolgen. In manchen Regionen wird es sich im Laufe der Migration jedoch nicht vermeiden lassen, einzelne Multiplexe auch während des DVB-T- bzw. DVB-T2-Regelbetriebes auf andere Kanäle/Frequenzen umzustellen. Dies wird voraussichtlich erst ab Anfang 2017 der Fall sein.