Überallfernsehen - Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

DVB-T allgemein

Was ist DVB-T?

DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial) ist das digitale Antennenfernsehen. Es ist wie DVB-S für die digitale Satellitenübertragung und DVB-C für die digitale Kabelübertragung ein internationaler Übertragungsstandard für das digitale Fernsehen.  Ab Frühjahr 2017 führen alle großen deutschen TV-Veranstalter den Nachfolgestandard DVB-T2 HD ein, alte DVB-T-Empfänger sind dann für den Empfang von terrestrischen Fernsehen nicht mehr geeignet.

Warum wurde DVB-T eingeführt?

Um das Antennenfernsehen als dritten Empfangsweg neben Kabel und Satellit zu erhalten, bedurfte es der Modernisierung, also der Digitalisierung.

Warum wird DVB-T eigentlich „ÜberallFernsehen“ genannt?

Der Begriff steht für die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von DVB-T. Neben dem stationären Empfang mit einer Dachantenne genügt in vielen Fällen eine einfache Zimmerantenne, um unabhängig von einer Anschlussdose oder einer Verkabelung portabel und/oder mobil die DVB-T-Angebote empfangen zu können: in der Wohnung, im Garten, unterwegs – eben "überall", abhängig von der jeweils individuellen Empfangssituation.

Lohnte sich die Modernisierung des Antennenfernsehens überhaupt für so einen kleinen Anteil „Antennengucker“?

Die Modernisierung der terrestrischen Übertragungstechnik war notwendig, um das Antennenfernsehen als dritten Übertragungsweg neben Kabel und Satellit zu erhalten, die Komplementarität der Übertragungswege zu sichern und auch solchen Haushalten ein umfangreiches Programmangebot anbieten zu können, die Kabel oder Satellit nicht nutzen können, sowie um die Wirtschaftlichkeit dieses Übertragungswegs zu gewährleisten. Außerdem eröffnet DVB-T für alle Fernsehzuschauer neue portable und mobile Nutzungsmöglichkeiten. 

Wurde DVB-T in ganz Deutschland eingeführt?

Ja. Im Jahr 2002 begann die Einführung von DVB-T in Deutschland, und zwar in Berlin-Brandenburg. Am 25. November 2008 war der Sendernetzaufbau abgeschlossen. Hier und dort wird es noch zu Netzoptimierungen kommen.

Gibt es DVB-T nur in Deutschland?

Nein. DVB-T ist ein internationaler Standard, der bereits weltweit im Einsatz ist. So zum Beispiel in Großbritannien, in Skandinavien, in den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Australien, Singapur, Indien und Südafrika. Es wird also in der Zukunft zumindest in Europa nur noch ein einheitliches terrestrisches Fernsehsystem geben.

Wie sieht in Deutschland die Zukunft der Terrestrik aus?

Für die ARD ist die Fernsehterrestrik ein strategisch wichtiger und nutzerfreundlicher Verbreitungsweg. Nur die Einführung des Nachfolgestandards DVB-T2 HD erlaubt den entscheidenden Entwicklungsschritt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Terrestrik zu auszubauen und den Empfangsweg relevant zu halten, denn: erstmals ist der HDTV-Empfang über Antenne möglich, zudem gibt es eine größere Programmvielfalt und einen verbesserten mobilen Empfang. Gemeinsam mit den weiteren deutschen TV-Veranstalter engagiert sich die ARD unter dem Label "DVB-T2 HD" in einer senderübergreifende Initiative zur kommunikativen Begleitung der bevorstehenden Änderungen in der digital-terrestrischen Verbreitung (DVB-T). DVB-T2 HD ist eine Initiative von ARD, den Medienanstalten, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat.1 Media AG, VPRT und ZDF. Mehr Informationen zu DVB-T2 (Link zur Unterseite)

An wen kann ich mich bei Störungen - z.B. durch LTE - wenden?

Immer öfter beklagen Zuschauerinnen und Zuschauer, die DVB-T nutzen Empfangsstörungen. Möglicherweise werden diese Störungen durch den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) hervorgerufen.
Für die Meldung und Beseitigung solcher - und anderer - Störungen hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) eine Telefonhotline unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 0 48 21 89 55 55 eingerichtet. Diese Servicerufnummer ist 24 Stunden am Tag erreichbar. Per Email ist die BNetzA erreichbar unter funkstoerung@bnetza.de.